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Fünf-Prozent-Hürde könnten wir schaffen

 

Drei Fragen
an
Dr. Klaus von Stetten, Vorstandsmitglied der Freien Wähler im Bezirksverband Oberfranken sowie Kreisvorsitzender

 

Interview von B. Gschwendtner

 

Die Freien Wähler sollen ihre Kompetenz 2013 auf Bundesebene einbringen — das befürwortet der Vorsitzende des Kreisverbandes, Dr. Klaus von Stetten. Allerdings kann er sich nicht mit Hans-Olaf Henkel als Spitzenkandidat anfreunden.

 ? Was halten Sie davon, dass die Freien Wähler bei der Bundestagswahl antreten?

Es ist die logische Konsequenz der Fusion auf Bundesebene und der einzelnen Länderverbände. Die Mehrheit unserer Mitglieder trägt die Entscheidung, sich ab 2013 auf Bundesebene zu engagieren. Kritische Stimmen hierzu sind weit in der Unterzahl. In der Landespolitik hat sich gezeigt, dass es wichtig ist, die Kompetenz, die eine Vielzahl unserer Bürgermeister und Landräte besitzt, über den kommunalen Bereich hinaus einzubringen. Das gilt auch für die Bundespolitik.

? Sehen Sie die Freien Wähler als Auffangbecken für enttäuschte FDP-Wähler?

Das wollen wir nicht sein. Die Freien Wähler verstehen sich als politische Zielgruppe für alle Bürger, die von den politischen Parteien enttäuscht sind. Ich rechne damit, dass wir 2013 bei der Bundestagswahl die Fünf-Prozent-Hürde schaffen. Schließlich lagen wir 2008 bei der Landtagswahl in Bayern im zweistelligen Bereich.

? Befürworten Sie eine Nominierung von Hans-Olaf Henkel als Spitzenkandidat?

Ich habe grundsätzlich ein Problem mit Leuten, die in anderen Bereichen prominent tätig waren. Ich erinnere nur an die Erfahrungen mit Dr. Gabriele Pauli. Daher freut es mich zwar, dass sich der ehemalige Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans-Olaf Henkel, zu den Freien Wählern bekennt. Er ist hier herzlich willkommen, aber nicht für eine Spitzenposition. Derzeit möchte ich keine Gegenvorschläge machen, um Diskussionen auf Bundesebene und in der Landeswahlgruppe nicht vorzugreifen.