Aktuelles
Wie die Freien Wähler ihre Stärken ausspielen wollen
Der Kreisverband der Freien Wähler organisiert sich neu. Der junge Vorstand setzt auf den Aufbau guter Kontakte über die Grenzen des Landkreises hinweg. Der Kreisverband der Freien Wähler in Wunsiedel wird verjüngt in die Zukunft gehen. Die Mitglieder wählten auf der Jahreshauptversammlung in Habnith einen neuen Vorstand.
Laut einer Mitteilung des Kreisverbands bilden nun Alexander Dietrich und Johannes Hofmann eine Doppelspitze. Alexander Dietrich konzentriert sich darauf, die Kontakte zur Landespolitik aufrechtzuerhalten, die er in den letzten Jahren erfolgreich aufgebaut hat. Johannes Hofmann kümmert sich um die Angelegenheiten des Landkreises, wobei die Kooperation mit den Kommunen besonders wichtig ist. Jürgen Fraas und Rainer Müller sind die stellvertretenden Vorsitzenden. Stephan Merkes und Thomas Miksch übernehmen das Amt des Schatzmeisters. Stephan Merkes für den Kreisverband und Thomas Miksch für die Kreisvereinigung. Julia Bayreuther nimmt die Rolle als Schriftführerin der Kreisvereinigung ein. Als Beisitzer wurden Thomas Schoberth und Maico Schlegel gewählt. Gabriele Neubert und Horst Geißel übernehmen die Rolle der Kassenprüfer. Judith Pick wird neben Rainer Müller die Rolle der zweiten Delegierten einnehmen. Dem erweiterten Kreisvorstand gehören neben den Kreistagsmitgliedern der Freien Wähler auch automatisch Bürgermeister und Oberbürgermeister aus den Reihen der Freien Wähler des Landkreises Wunsiedel an. Der scheidende Vorsitzende Rainer Müller blickte auf eine erfolgreiche Zeit für die Freien Wähler zurück. Im Landkreis wurden die Ergebnisse im Vergleich zu den vorherigen Wahlen gehalten oder sogar verbessert. Zudem fanden zahlreiche Treffen statt. Unter anderem erfolgte eine Besichtigung des Energieparks gemeinsam mit den Kreistagsmitgliedern der Freien Wähler aus dem Landkreis Tirschenreuth. Diese suchten den Austausch über die klinische Versorgung im Landkreis, da auch der Landkreis Tirschenreuth vor erheblichen Herausforderungen steht und die Gesundheitsversorgung als überregionales Thema noch vor einer Lösung steht.
Freie Wähler als Option
Johannes Hofmann, der neue Vorsitzende des Kreisverbandes, dankte Rainer Müller für seine Arbeit und hob die besondere Rolle der Freien Wähler hervor. In der Mitteilung heißt es: „Die Freien Wähler bieten aufgrund ihrer Erfahrung auf kommunaler Ebene und ihrer Unabhängigkeit eine echte Alternative zu den etablierten Parteien.“ In diesen politisch schwierigen Zeiten stellten die bevorstehenden Kommunalwahlen für die Freien Wähler eine Herausforderung und zugleich eine Chance dar. „Wir möchten, dass sich Personen mit Engagement für unsere Region als gute Wahlkandidatinnen und -kandidaten anbieten“, geben die Freien Wähler zu Protokoll. Zusammen könne man die Kommunalwahlen erfolgreich bewältigen und die Region weiterentwickeln.
Für Kommunen belastende Lage
Klaus von Stetten gab einen Bericht über seine Tätigkeit im Kreistag und im Kreisausschuss. Die Finanzlage stelle eine große Belastung dar – vor allem für die Kommunen, die eine sehr hohe Kreisumlage tragen müssten. Von Stetten äußerte, dass die Schulden, die in den Unternehmen des Landkreises ausgelagert sind, ebenfalls in ein paar Jahren vom Landkreis übernommen werden müssten. Dies scheine aufgrund der knappen Kassen nicht realisierbar zu sein, ohne eine Überforderung der Gemeinden im Landkreis herbeizuführen. Dies sei zu vermeiden, um das Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden zu bewahren oder zu verbessern. Die Kommunen sollten ihre Aufgaben selbstständig erfüllen können. Es wurde positiv vermerkt, dass die Kooperation zwischen dem Kreisvorstand und der Kreistagsfraktion in den vergangenen Jahren erheblich verbessert werden konnte. In die Arbeit der Kreistagsfraktion soll sich der Vorstand mit neuen Ideen und Anregungen einbringen.