Von links: Kreisrat Bernd Hofmann, stellv. Landesvorsitzender Hans Martin Grötsch, Thiersheims Bürgermeister Werner Frohmader, Kreisrätin Christine Medick, Thiersteins Bürgermeister Thomas Schobert, Kreisvorsitzender Dr. Klaus von Stetten, stellv. Landrat Roland Schöffel, Kreisrat Horst Geißel und der Selber Oberbürgermeister Uli Pötzsch

08.10.2021
Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes Wunsiedel am 04.10.2021

Kreisvorsitzender von Stetten bezeichnete die jüngsten Wahlergebnisse als sehr erfreulich. Für die richtige Weichenstellung beim Klinikum habe die Fraktion der Freien Wähler gesorgt.

Am Verhalten des Wirtschaftsministers und Bundesvorsitzenden Hubert Aiwanger wurde bei der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler (FW) in der Thiersheimer Gaststätte „Zur Post“ aus den Reihen des Kreisverbandes Kritik geübt. Weder für Aiwangers Haltung zur Corona-Impfung noch für den Wahl-Tweet kurz vor Schließung der Wahllokale wurde Verständnis aufgebracht.

„Wir Freien Wähler im Landkreis Wunsiedel können mit den Ergebnissen aus den Kommunalwahlen 2020 und der Bundestagswahl 2021 zufrieden sein“, hatte Kreisverbandsvorsitzender Dr. Klaus von Stetten zu Beginn seiner Ausführungen festgestellt. Vier von sieben für die Freien Wähler angetretene Bürgermeisterkandidaten  hätten die Wahlen im März 2020 für sich entschieden, so von Stetten. Roland Schöffel ist wiederum der direkte Stellvertreter des Landrats. Obwohl der Kreistag von 60 auf 50 Sitze verkleinert wurde, konnten die FW ihren Sitzanteil halten. Lediglich einen Sitz weniger hat die Kommunalwahl ergeben. In den letzten beiden Jahren wurden in sechs Ortsverbänden neue Ortsvorsitzende gewählt, darunter auch zwei Frauen. „Das zeigt, dass uns der Generationenwechsel gelungen ist“, freute sich der Kreisvorsitzende.

Positiv eingeschlagen hat die Imagekampagne „Freiraum für Macher“ und sei ein Erfolg des Landkreises, fuhr er fort. Geschmälert werde dieser lediglich durch die Forderung zur Umbenennung des Landkreises Wunsiedel in Landkreis Fichtelgebirge. „Vor allem in den Nachbarlandkreisen ist dies nicht gut angekommen“, kritisierte von Stetten. „Niemand braucht diese Änderung!“ Eine gemeinsame Werbung mit den Nachbarlandkreisen für die geografische Region Fichtelgebirge sei wünschenswert und nicht der Versuch durch Kirchturmdenken zu glänzen.

Gerade noch das Ruder herumgerissen hat Landrat Peter Berek beim Klinikum. Auch hier hätten die Freien Wähler für die richtige Weichenstellung gesorgt. Wie ein ländliches Krankenhaus mit zwei Standorten erfolgreich geleitet werden kann, zeige die neue Geschäftsführung. Um eine flächendeckende Versorgung der Menschen zu garantieren, ist jetzt der Bund gefordert. Die Krankenhausfinanzierung muss nach den Erfahrungen der Pandemie neu ausgerichtet werden. Sehr erfreulich sei die Entwicklung bei der Schule für Produktdesign und dem Europäischen Zentrum für Dispersionstechnik (EZD). Obwohl dabei auch aufgezeigt wird, wie lange der Freistaat Bayern brauche, um wertvolle Projekte umzusetzen. „Beide Projekte hinken bereits fünf Jahre hinter dem Bedarf her.“

Der stellvertretende Landesvorsitzende Hans Martin Grötsch lobte den Kreisverband für sein Abschneiden bei den letzten Wahlen. Er bat um Verständnis dafür, dass die drei Minister der Freien Wähler nicht überall gleich präsent sein könnten. „Die Politik der Freien Wähler sei insbesondere in Bayern von Kontinuität und Verlässlichkeit geprägt“, so Grötsch weiter. Das führe er auf die hohe Präsenz und der guten Arbeit in den kommunalen Gremien zurück.