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04.07.2026
Kritik an Abschaffung des Minijobs

Der Kreisvorsitzende der Freien Wähler im Landkreis Wunsiedel – Johannes Hofmann – kritisiert die geplante Abschaffung des Minijobs durch die SPD und CDU/CSU geführte Bundesregierung scharf. 

Mit der Einführung des Minijobs ist es gelungen ein bürokratiearmes Instrument zu schaffen, welches sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern positive Möglichkeiten eröffnet. Arbeitgeber können flexibel Beschäftigungsverhältnisse schaffen und kurzfristig auf betriebliche Entwicklung reagieren, was gerade aufgrund der weltweiten Unsicherheiten immer wichtiger wird. Besonders Betriebe mit hohen Kostensteigerungen in den letzten Jahren, wie die Gastronomie, wären bei der Abschaffung negativ betroffen. Aber auch z.B. in der Landwirtschaft ist der Minijob ein wichtiges Hilfsmittel, um bei bestimmten Betrieben eine angemessene Bewirtschaftung zu ermöglichen. Arbeitnehmer haben gerade auch mit Blick auf die Inflationsentwicklung der letzten Jahre die Möglichkeit, ihren Verdienst aufzubessern und gleichzeitig mehr Kapazität für den Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen – dies ist auch für viele junge Familien wichtiger geworden. Knapp 7 Millionen Minijobs gibt es in Deutschland. Auch im Vereinswesen gibt es immer wieder Fallkonstellationen, wo es mit Hilfe von Minijobs gelingt, ein noch breiteres Angebot für die Bevölkerung an Freizeitaktivitäten auch für Kinder zu schaffen – ohne den Staat zu belasten. 

Die Abschaffung des Minijobs führt zu mehr Bürokratie, weniger Beschäftigungsmöglichkeiten, mehr Schwarzarbeit, negativen Auswirkungen für Vereinsarbeit und auch für viele junge Familien zu einer noch höheren Belastung. In einer Zeit in welcher es gilt, die Wirtschaft und Familien zu fördern, ist dies genau der falsche Schritt. Dieser geht an der Lebensrealität von breiten Bevölkerungsschichten vorbei. Die Erhöhung von staatlichen Einnahmen geht in diesem Fall zu Lasten von denjenigen, die wirklich arbeiten möchten. Die Bundesregierung ist gefordert, die Planungen zur Abschaffung des Minijobs umgehend zu stoppen. Egal ob Arbeitnehmer, Unternehmen, Vereine, kirchliche Einrichtungen oder die öffentliche Hand. Alle sollen weiterhin von Minijobs profitieren.